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Einen proaktiven Umgang mit Krisen pflegen: erstes Treffen des UNEP/ISC-Foresight-Expertengremiums

Am 21. und 22. September veranstaltete das ISC den ersten Sensemaking-Workshop des UNEP/ISC-Projekts zur strategischen Vorausschau, bei dem ein transdisziplinäres Gremium genutzt wurde, um einen proaktiven Ansatz für globale Herausforderungen zu entwickeln.

Die jüngsten Erdbeben und Überschwemmungen, die Marokko und Libyen verwüsteten und Tausende von Menschen töteten sowie Städte und wichtige Infrastrukturen zerstörten, werfen ein weiteres dramatisches Licht auf unseren derzeitigen Mangel an politischen und Handlungsrahmen für eine proaktive Bewältigung von Krisen.  

Diese Erkenntnis spiegelt den wachsenden Bedarf an Vorausschau wider, der durch den Bericht „Unsere gemeinsame Agenda“ des Generalsekretärs der Vereinten Nationen verstärkt wird, in dem alle UN-Organisationen sowie alle UN-Mitgliedstaaten aufgefordert werden, vorausschauende Maßnahmen zu ergreifen, um systemische Risiken und Unterstützung anzugehen effiziente Vorbereitungsstrategien. 

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben UNEP und der International Science Council (ISC) eine Partnerschaft geschlossen, um ein wissenschaftsbasiertes Projekt zu entwickeln strategische Voraussicht Rahmen zu schaffen und einen proaktiveren Ansatz zur Steuerung von Entscheidungen und zur Bewältigung von Krisen zu entwickeln. 

Basierend auf einer globalen Umfrage, Szenario-Building-Übungen und Sensemaking-Sitzungen mit einem Gremium transdisziplinärer ExpertenDas Projekt wird aufkommende Signale und ihr Potenzial für disruptive Veränderungen analysieren und kategorisieren, um spezifische Handlungsfelder bereitzustellen.  

Der erste Sensemaking-Workshop fand letzte Woche in der ISC-Zentrale in Paris statt und versammelte rund 30 Experten und Interessenvertreter. Die vielfältige Gruppe überprüfte die Ergebnisse der bisher durchgeführten Horizon-Scanning-Umfrage und interpretierte die verschiedenen Veränderungssignale anhand von Szenarioannahmen.  

Die Teilnehmer waren sich einig, dass es eine Freude sei, eine so vielfältige Gruppe von Experten persönlich treffen und mit ihnen in Kontakt treten zu können. Sie berichteten von lebhaften und hochinteressanten Diskussionen und teilten ihre Eindrücke, Teil von „etwas ganz anderem“ zu sein.  

Besonderes Augenmerk wird im Projekt auf die Kontextualisierung der Ergebnisse und die Erfassung soziokultureller und regionaler Kontexte gelegt, wobei bis Ende des Jahres mehrere regionale Workshops geplant sind. 

Über die Entwicklung eines institutionalisierten Ansatzes für strategische Vorausschau und Horizontanalyse hinaus wird dieser Prozess zur Veröffentlichung eines Megatrends- und Zukunftsberichts führen, der im Jahr 2024 veröffentlicht werden soll Gipfel der Zukunft


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Bild von James Waddell vom ISC.

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