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COP23 Side Event zum Klimawandel – wann und wo werden die Grenzen der Bewohnbarkeit erreicht?

Der Internationale Wissenschaftsrat (ICSU) und Weltklimaforschungsprogramm (WCRP) hat währenddessen ein Side Event mitorganisiert COP23vom 6. bis 17. November in Bonn, Deutschland, um zu untersuchen, wie der Klimawandel Veränderungen in der natürlichen und menschlichen Umwelt beeinflusst – möglicherweise jenseits der Grenzen, an die sich Arten, einschließlich Menschen, anpassen können.

Das Ereignis, "Wo und wann werden die Bewohnbarkeitsgrenzen der Erde durch den Klimawandel erreicht?“, fand am Freitag, den 10. November von 18:15 bis 20:15 MEZ im Türkei-Pavillon statt. WCRP Joint Scientific Committee und ICSU Ausschuss für wissenschaftliche Planung und Überprüfung (CSPR)-Mitglied Martin Visbeck moderierte die Diskussion.

Die Referenten präsentierten wissenschaftliche Fortschritte bei der Erforschung und dem Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche und natürliche Umwelt und nannten einige Beispiele, wo die Auswirkungen des Klimawandels einige Regionen unseres Planeten an die Grenzen der Bewohnbarkeit bringen. Die Teilnehmer genossen die Diskussion über die sozioökonomischen Auswirkungen von Klimaextremen und die damit verbundenen Risiken für die menschliche Gesundheit, das terrestrische Ökosystem, die Verkehrsinfrastruktur und die Ozeanversauerung.

Die Botschaft zum Mitnehmen lautet, dass die Wissenschaft einen entscheidenden Wert für die Klimaverhandlungen über Minderungsziele und Anpassungsmaßnahmen bringt. Die globale und lokale/regionale Wissenschaft liefert wichtige Informationen über die Grenzen der Anpassungsmaßnahmen in einer Vielzahl von Dimensionen der Bewohnbarkeit (menschliche Gesundheit, Ökosystem, Infrastruktur usw.).

Es gibt weitere Arbeiten für die Wissenschaft, um spezifischere Informationen zur Bewertung der Auswirkungen verschiedener Szenarien bereitzustellen und damit grundlegendes Wissen für fundierte klimabezogene Entscheidungen im größeren Kontext nachhaltiger Entwicklung bereitzustellen. Es wurde betont, kontinuierliche und systematische Beobachtungen des Zustands des Klimas sowie einen freien und offenen Austausch von Daten und Informationen aus diesen Beobachtungsnetzwerken sicherzustellen. Darüber hinaus wurde insbesondere in den Entwicklungsländern die Notwendigkeit einer verstärkten Kapazitätsentwicklung erkannt.

Vor allem betonten die Teilnehmer, dass die Wissenschaft nicht nur Entscheidungsträgern, sondern auch der breiten Öffentlichkeit umfassend vermittelt werden sollte und die derzeitige Lücke im Informationsfluss geschlossen werden muss. Ein innovativer Ansatz für die Zusammenarbeit von Netzwerk zu Netzwerk und die technische Entwicklung ist sehr gefragt, woraufhin die Klimawissenschaftsgemeinschaft wie WCRP und Zukünftige Erde arbeiten an engeren gemeinschaftsübergreifenden Engagements und unter dem globalen wissenschaftlichen Dach der ICSU.

Referenten und Diskussionsteilnehmer:

  • Martin Visbeck (GEOMAR/Deutschland, ICSU und WCRP): Wo und wann werden die Bewohnbarkeitsgrenzen der Erde durch den Klimawandel erreicht?
  • Jana Silmann (CICERO/Norwegen, WCRP CMIP und GC-Extremes): Klimaextreme in einer sich erwärmenden Welt
  • Markus Reichstein (MPI/Deutschland, Future Earth-WCRP-IRDR Knowledge Action Network on Risk and Disasters): Klimaextreme – Auswirkungen und Risikokaskaden für Ökosysteme und Gesellschaft
  • Piet De Wildt (Ministerium für Infrastruktur und Umwelt/Niederlande, UNECE): Auswirkungen des Klimawandels und Anpassung für Verkehrsnetze und -knoten
  • Jan Newton (UW/USA, GOA-ON): Ozeanversauerung beobachten – Global zusammenarbeiten, um lokal etwas zu bewirken

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