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Nachwuchswissenschaftler aus Afrika treffen sich zum transdisziplinären LIRA-Workshop in Abidjan, Côte d'Ivoire

Im Rahmen des 5-jährigen Programms „Leading Integrated Research for Agenda (LIRA) 2030 in Africa“ nahmen 32 Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichen Voranträge an einem fünftägigen Trainingsworkshop zu transdisziplinärer (TD) Forschung teil.

Die Veranstaltung fand vom 3. bis 7. September 2018 in Abidjan, Côte D'Ivoire, statt und wurde in Partnerschaft mit dem Centre Suisse de Recherches Scientifiques en Côte d'Ivoire (CSRS) organisiert.

Die 32 Nachwuchswissenschaftler kamen aus 15 Ländern Afrikas und repräsentierten verschiedene Disziplinen, Praxisgemeinschaften und verschiedene afrikanische Universitäten. Sie wurden für die Teilnahme an der Schulung durch den jüngsten LIRA-Aufruf ausgewählt Wege zu einer nachhaltigen afrikanischen Stadtentwicklung.

Die Ziele des Workshops waren:

  • Stärkung der wissenschaftlichen Kapazität zur Durchführung von TD-Forschung;
  • Forscher in die Lage zu versetzen, sinnvolle inter- und transdisziplinäre Projekte aufzubauen;
  • Stärkung der Fähigkeiten zur Wissenschaftskommunikation;
  • Unterstützung der Entwicklung von Vollanträgen.

Der Schulungsworkshop stellte Theorien, Methoden und Beispiele der TD-Forschung vor. Der Workshop umfasste Module zu Stakeholder-Mapping und -Engagement sowie Wissenschaftskommunikation unter Verwendung von Human City-Projekt in Port Harcourt, Nigeria als Fallbeispiel. Die Schulung umfasste auch interaktive Sitzungen wie einen Forschungsmarktplatz, eine Akteursaufstellung und eine Feldbesichtigung zu Fragen der Abfallwirtschaft, Hygiene und des Energieverbrauchs in Hotels in Grand-Bassam.

Die Veranstaltung wurde von einer Gruppe von TD- und Stadtexperten durchgeführt, darunter Vivi Stavrou (International Science Council, Frankreich), Zarina Patel (Universität Kapstadt und Afrikanisches Zentrum für Städte, Südafrika), Dan Inkoom (Kwame Nkrumah Universität für Wissenschaft und Technologie, Ghana), Michael Uwemedimo – Human City-Projekt/The Collaborative Media Advocacy Platform, Nigeria/UK) und Tobias Buser (TD-Net, Schweiz),

Im Laufe des fünftägigen Trainings arbeiteten die Forscher auch an der Entwicklung ihrer Vollanträge, die bis zum 23. November 2018 eingereicht werden sollten. Alle Anträge werden einem wissenschaftlichen Begutachtungsprozess unterzogen und anschließend im LIRA 2030 Afrika-Programm bis zu vergeben zwölf Stipendien für integrierte Forschungsprojekte in Afrika mit jeweils bis zu 90,000 Euro über 2 Jahre. Von jedem Projekt wird erwartet, dass es das neue Wissen anregt und liefert, das in der Praxis der nachhaltigen Stadtentwicklung erforderlich ist.

Über LIRA

LIRA 2030 Africa ist ein Fünfjahresprogramm des International Science Council, das im Juli 2018 nach dem Zusammenschluss des International Council for Science (ICSU) und des International Social Science Council (ISSC) gegründet wurde.

Es wurde ursprünglich 2015 vom International Council for Science (ICSU) ins Leben gerufen und in Partnerschaft mit dem umgesetzt Netzwerk Afrikanischer Wissenschaftsakademien (NASAC) und dem International Social Science Council (ISSC), mit Unterstützung der Schwedische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida). LIRA 2030 Africa zielt darauf ab, lösungsorientiertes Wissen zu generieren, um komplexe Nachhaltigkeitsherausforderungen in Afrika anzugehen und die Beteiligung der afrikanischen Wissenschaftsgemeinschaft an globalen Forschungsprogrammen zu erhöhen.

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