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Vorbereitungen für die UN-Dekade der Meereswissenschaften für nachhaltige Entwicklung

Eine hochrangige wissenschaftliche Konferenz, die diese Woche in Paris stattfand, bot einen Überblick über die jüngsten wissenschaftlichen Fortschritte und die neuesten Trends zu Ozean- und Klimawechselwirkungen. Mit Blick auf den Start der UN-Dekade der Meereswissenschaften im Jahr 2021 fragte die Konferenz, wie man „von der Wissenschaft zum Handeln“ gelangen könne.

Die Konferenz mit dem Titel „Von der COP21 zur Dekade der Meereswissenschaften der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (2021-2030)“ fand vom 10. bis 11. September 2018 am Hauptsitz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris statt. Das Treffen mit rund 500 Teilnehmern war eine frühe Gelegenheit, die Vorbereitung der bevorstehenden UN-Dekade zu erörtern, die von der 72. UN-Generalversammlung im September 2017 gebilligt wurde. Die Dekade soll die Arbeit der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission der UNESCO (IOC-UNESCO) konsolidieren. Förderung der internationalen Zusammenarbeit in den Meereswissenschaften mit dem Ziel, die wissenschaftliche Gemeinschaft, politische Entscheidungsträger, Unternehmen und die Zivilgesellschaft für ein Programm gemeinsamer Forschung und technologischer Innovation zu mobilisieren.

Zu den Teilnehmern gehörten Frédérique Vidal, französische Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation; Vladimir Ryabinin, Exekutivsekretär des IOC-UNESCO; Marie-Alexandrine Sicre, Präsidentin von SCOR, und Martin Visbeck, der Mitglied des International Science Council ist Verwaltungsrat.

Podiumssitzungen beleuchteten neue Entwicklungen in der Meereswissenschaft, wie z Sauerstoffentzug im Ozean; Aktivitäten zum Aufbau von Kapazitäten wie z Ozean-MOOC ab 24. September; sowie Fragestellungen rund um die inter- und transdisziplinäre Wissenschaftskooperation, Politikschnittstellen und die Sustainable Development Goals (SDGs). Eine Sondersitzung zur Gleichstellung der Geschlechter konzentrierte sich auf Möglichkeiten zur Förderung von Frauen in der Meereswissenschaft im Zusammenhang mit der Dekade der Ozeane. Viele Sitzungen forderten weitere Arbeit, um die Beiträge der Sozialwissenschaften einzubeziehen und anzuerkennen sowie transdisziplinäre Forschung zu unterstützen. Die Future Earth Ocean Knowledge Action Network, vertreten durch seine Ko-Vorsitzende Anna Zivian, wurde als großartiges Beispiel für ein kollaboratives Netzwerk gelobt.

Die Konferenz wurde von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission (IOC) der UNESCO und der Ozean- und Klimaplattform, zusammen mit folgenden Partnern: Agence française pour la biodiversité, AllEnvi, the Government of Canada, CNRS – Le centre national de la recherche scientifique, FFEM – Le fonds français pour l'environnement mondial, IFREMER, Institut Paul Ricard Océanographique, IRD – Institut de Recherche pour le Développment und UBO – Université de Bretagne Occidentale.


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