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Unsere gemeinsame digitale Zukunft

Die digitale Revolution beschleunigt grundlegende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Aber wird es ein Game-Changer für Transformationen zu globaler Nachhaltigkeit sein? Eine neue Online-Charta, „Our Common Digital Future“, schlägt Leitlinien für eine nachhaltige Zukunft in einer digitalen Welt vor und lädt die internationale Gemeinschaft ein, sich an der Gestaltung der digitalen nachhaltigen Zukunft zu beteiligen.

Digitale Technologien haben ein enormes Potenzial, Transformationen zur Nachhaltigkeit zu ermöglichen, beispielsweise durch die Förderung der Dekarbonisierung von Städten, Verkehrs- und Energiesystemen. Sie könnten auch eine effizientere Überwachung und den Schutz lokaler und globaler Ökosysteme ermöglichen.

Doch die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten angenommenen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) erwähnen die digitale Revolution nicht, und die Wissenschaftssysteme weltweit haben Mühe, sich an die Chancen und Herausforderungen der datenintensiven Welt der Wissenschaft anzupassen, die von immer leistungsfähigeren digitalen Technologien angetrieben wird .

Ohne die Kraft des digitalen Wandels zu nutzen, werden wir die SDGs und die Pariser Klimaziele nicht erreichen. Und ohne die Auswirkungen digitaler Technologien zu erkennen, riskieren wir eine Vertiefung digitaler Kluften, potenziell wachsende Ungleichheiten und eine Konzentration der Macht in den Händen der technologisch Fortgeschrittenen, mit Folgefolgen für nachhaltige Entwicklung, effektive Demokratien und Bürgerrechte.

Um die Diskussion zu diesen Themen zu fördern, hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen heute mit Unterstützung des International Science Council und des Sustainable Development Solutions Network eine Online-Charta mit dem Titel „Our Common Digital Future“ ins Leben gerufen. Wir laden Beiträge von der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft ein.

Der Entwurf der Charta kann bis Ende Januar 2020 online eingesehen und kommentiert werden.

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Darüber hinaus schlagen die hinter der Charta stehenden Organisationen einen Weltgipfel zum Thema „Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter“ vor, der 2022, 30 Jahre nach dem Gipfel von Rio, stattfinden soll, um unsere Nachhaltigkeitsparadigmata zu überdenken und auf die neuen Realitäten der Welt auszurichten Digitales Anthropozän.

Informieren Sie sich auf der Website des WBGU.

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