Verein registrieren

Wissenschaftliche Beratung für eine Welt im Wandel: Highlights der INGSA2018

Das International Network for Government Science Advice (INGSA) hielt seine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz vom 6. bis 7. November 2018 in Tokio, Japan, unter der Leitung von Sir Peter Gluckman, Vorsitzender von INGSA und designierter Präsident des International Science Council, ab.

Die Konferenz brachte politische Fachleute, führende Praktiker, Wissenschaftler und Industrievertreter aus über 50 Ländern zusammen, die an der Dynamik der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik interessiert sind. Die Konferenz untersuchte die Prinzipien, Praktiken und Dynamiken der Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik, insbesondere in Bezug auf die Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Daya Reddy, Präsidentin des ISC, sprach in der Eröffnungs- und Abschlusssitzung zur Konferenz und feierte die schnell wachsende Entwicklung der INGSA während ihres vierjährigen Bestehens und die Bedeutung der Arbeit, die von der INGSA im Rahmen der neuen Vision und Strategie der ISC geleitet wird. ISC und INGSA leiteten eine Sitzung über ihre gemeinsame Arbeit bei der Kartierung von Wechselwirkungen zwischen den SDGs, um auf nationaler Ebene einen „politischen Sog“ zu schaffen.

Zu den Höhepunkten gehörte eine Grundsatzrede der ehemaligen UNDP-Administratorin Helen Clark, die betonte, dass der Erfolg beim Erreichen der SDGs vom politischen Willen und soliden Beweisen abhängen wird, um Maßnahmen in einem postfaktischen Kontext zu leiten. Sie forderte die Regierungen auf, sich zu organisieren, um komplexe politische Fragen sektorübergreifend anzugehen, und forderte die Wissenschaft auf, mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten, um Wissen und Instrumente zu entwickeln, die die komplexen, miteinander verbundenen Herausforderungen der SDGs angehen und gleichzeitig nationalen Interessen und Bestrebungen gerecht werden.

Vladimír Šucha, Generaldirektor der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, betonte, dass Forschungsergebnisse keine politischen Optionen und politische Fragen keine Forschungsfragen seien, und forderte die Notwendigkeit der gemeinsamen Gestaltung und die Bedeutung des Wissensmanagements angesichts des exponentiellen Wachstums von Daten und Wissen. Es gab viele weitere Beiträge von Wissenschaftsakademien, der Global Young Academy, Mitgliedern der regionalen INGSA-Gruppe, dem International Development Research Center (IDRC), der UNESCO und anderen Partnern.



Zum Inhalt