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Science International vereinbart internationales Abkommen über offene Daten

Science International ist eine neue Koalition der großen internationalen Wissenschaftsorganisationen – ICSU, the InterAcademy-Partnerschaft (IAP), Die Weltakademie der Wissenschaften (TWAS) und die Internationaler Rat für Sozialwissenschaften (ISSC) – um die kombinierte internationale Vertretung und Glaubwürdigkeit seiner Mitglieder zu erreichen, um als eine einzige globale Stimme für die Wissenschaft in der internationalen Politikarena zu agieren. Beim ersten Treffen, das vom 7. bis 9. Dezember in Pretoria, Südafrika, stattfinden wird, diskutieren die beteiligten Institutionen das Thema Big Data/Open Data.

Die Ziele von „Science International“ sind:

  • Konsolidierung einer fragmentierten globalen Landschaft der Wissenschaftspolitik durch Schaffung einer einzigen, anerkannten und maßgeblichen globalen Stimme der Politik für die Wissenschaft.
  • Die strategische Ausrichtung zwischen Partnerorganisationen vertiefen und eine Plattform entwickeln, um zukünftige Initiativen mit hoher Wirkung zu katalysieren.
  • Jährlich ein wissenschaftspolitisch relevantes Thema anzugehen und dessen Empfehlungen in den folgenden zwei bis drei Jahren weiterzuverfolgen.

Science International 2015: Big Data/Offene Daten

Für die erste Ausgabe von Science International haben die vier Partnerorganisationen das Thema „Big Data/Open Data“ ausgewählt.

„Big Data“ hat sich zu einer großen Chance für wissenschaftliche Entdeckungen entwickelt, während „Open Data“ die Effizienz, Produktivität und Kreativität des öffentlichen Forschungsunternehmens steigern und Tendenzen zur Privatisierung von Wissen entgegenwirken wird. Darüber hinaus kann die gleichzeitige offene Veröffentlichung der Daten, die wissenschaftlichen Arbeiten zugrunde liegen, die Grundlage für eine wissenschaftliche „Selbstkorrektur“ liefern. Ob Organisationen, Einzelpersonen und die Gesellschaft den Nutzen von Big Data maximieren können, hängt jedoch davon ab, inwieweit öffentlich finanzierte wissenschaftliche Daten offen zugänglich sind.

Diesbezüglich gibt es eine wachsende Zahl von Aufrufen von verschiedenen Akteuren, sowohl innerhalb als auch außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, und von zwischenstaatlichen Gremien wie der G8, der OECD und die UNO für den offenen Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Daten, insbesondere zu Daten von besonderer Bedeutung für große globale Herausforderungen.

Die vollständige Nutzung von „Big Data“ wird jedoch auch davon abhängen, inwieweit die nationalen Wissenschaftssysteme in der Lage sind, die Fähigkeit zu ihrer Nutzung zu entwickeln, die Schaffung neuer „Wissensunterschiede“ zu vermeiden und zu entscheiden, welche Daten gewonnen werden können zur Nutzung und Wiederverwendung geöffnet.

„Big Data/Open Data“ wird daher das Thema des ersten Treffens von Science International sein, das vom 7. bis 9. Dezember 2015 in Pretoria, Südafrika, stattfinden wird. Gastgeber des Treffens ist das südafrikanische Ministerium für Wissenschaft und Technologie und parallel zum ersten statt Südafrikanisches Open-Science-Forum und ein geplantes G77-Ministertreffen.

Bei dem Treffen werden sich die Partnerorganisationen von Science International auf ein internationales Wissenschaftsabkommen zu Big Data/Open Data einigen. Das Abkommen wird von einer von den Partnerorganisationen gemeinsam ernannten Expertenarbeitsgruppe vorbereitet und in Pretoria auf dem G77 + China Ministertreffen und dem Open Science Forum vorgestellt.

Das Treffen wird auch einen globalen Plan für die Entwicklung von Datenwissenschaftskapazitäten empfehlen, mit einem anfänglichen Schwerpunkt auf Afrika.

Prozess

Am 15. und 16. Oktober findet in Paris, Frankreich, ein Treffen der Expertenarbeitsgruppe statt. Ein Webinar am 15. Oktober um 14:00 Uhr (Pariser Ortszeit) wird es anderen Mitgliedern der Partnerorganisationen von Science International ermöglichen, Feedback zum Abkommensentwurf zu geben. Basierend auf dem Feedback aus den Webinaren wird ein überarbeiteter Abkommensentwurf von den Exekutivorganen der Partnerorganisationen von Science International geprüft.


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